Ausstellungskataloge und Sammlungsführer der Pinakothek der Moderne sind hier zu finden. Die Pinakothek der Moderne vereint vier selbständige Museen unter einem Dach. Kunst, Grafik, Architektur und Design präsentieren eine außergewöhnliche Vielfalt und Fülle von Ausstellungen in einem der größten europäischen Sammlungshäuser.
Das Werk von Sabine Hornig entwickelt sich an den Schnittstellen von Skulptur, Installation und Fotografie. Im Zentrum der Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entstanden ist, steht die 2001 begonnene Werkgruppe "Fenster", die heute mehr als 40 großformatige Fotografien umfasst. Am Beispiel von Schaufenstern leerstehender Ladengeschäfte in Berlin Mitte untersucht die Künstlerin das subtile Verhältnis von Bild und Raum, von Abbild und Wirklichkeit. Hornig fotografiert die Fenster fast maßstabsgerecht als Bilder, die mehrere Ansichten auf der zweidimensionalen Fläche vereinen: den Blick in den Innenraum, die Spiegelung des Außenraumes auf der Fensterscheibe sowie die Fensterscheibe und die darauf sichtbaren Spuren selbst. In einer präzisen, detailgenauen Bildsprache vereint Hornig dieses vielschichtige visuelle Gefüge aus Blicken, Durchblicken und Spiegelungen und lässt am Beispiel des urbanen Raums und seiner Wahrnehmung neuartige Bild-Raum-Vorstellungen entstehen.Erweitert wird die Ausstellung durch eine Intervention in der Alten Pinakothek, in der Hornigs Fotografien Gemälde der holländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts gegenübergestellt sind. Fenster und Rahmen, Blicke und Durchblicke sowie Raumgefüge, Lichtsetzung und Stillleben sind dabei Themen, mit denen die fotografischen Werke in einen spannungsreichen Dialog zu Gemälden der älteren Kunstgeschichte treten.
Ausstellung in der Pinakothek der Moderne 27.11.2011 - 26.02.2012
Format: 28,5 x 34,5 cn
in deutscher Sprache
Gebunden
Die internationale zeitgenössische Schmuck-Sammlung der Danner-Stiftung wird seit dem 6. März 2004 in der „Danner-Rotunde“ der Pinakothek der Moderne, München der Öffentlichkeit präsentiert. Der 400 qm umfassende Raum befindet sich – wie eine geheimnisvolle Schatzkammer – im innersten Kern des Gebäudes.
570 Seiten mit vielen farbigen Abbildungen.
Hardcover in Leinenstoff.
SCHMUCKISMUS
Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - The Design Museum
16.03.2019 ‐ 16.06.2019
Auf Einladung der Neuen Sammlung kuratiert Karen Pontoppidan, Professorin für Schmuck an der Akademie der Bildenden Künste eine Ausstellung, die sich dezidiert mit der Bedeutung von Autorenschmuck als Spiegel eines kritischen Diskurses auseinandersetzt. In den Arbeiten einer aktuellen Generation von Künstler/innen hat der Schmuck sich weitgehend aus einer Selbstreflexion gelöst, stattdessen wird Schmuck unmittelbar als Instrument zur gesellschaftlichen Reflexion verwendet. Themen wie Ökologie, Konsumgesellschaft oder Feminismen werden direkt durch das Medium Schmuck ausgedrückt. Es gibt auch leisere Töne, die jedoch nicht weniger gesellschaftlich relevante Themen im Schmuck ausdrücken, wie zum Beispiel Fragen zur Identitätsbildung oder zum Istzustand des Menschseins im 21. Jahrhundert.
158 Seiten mit vielen farbigen Abbildungen
Sprache: Deutsch/Englisch
Außenseiter, Randfiguren und Verlierer, Sportler, Idole, Träumer und Verliebte: Schön und verletzlich erscheinen die Männer und Frauen in den Gemälden und Skulpturen der Sammlung Garnerus und ziehen uns in ihren Bann. Entstanden in den Jahren zwischen den Weltkriegen spiegelt sich in den Porträts und Figurenbildern die Widersprüchlichkeit einer aus den Fugen geratenen Welt.
In den Werken der Sammlung Garnerus klingen existentielle Fragen an: Wie stellt man Menschen nach der Katastrophe des ersten Weltkrieges dar? Wie Individuen, deren Hoffnungen und Utopien zerbrochen sind und die dennoch wieder voller Lebenshunger in die Zukunft blicken? Die Gesichter und Haltungen der Dargestellten vereinen Melancholie, Stille und Reflexion mit Sehnsucht, Lebenslust und Vitalität. Sie begegnen uns als sprechende Zeitzeugen und rufen zugleich Fragen nach der eigenen Identität in uns hervor.
Hg. Oliver KaseBeiträge von H. Garnerus, O. Kase, B. Maaz196 Seiten, 266 Abbildungen in FarbeFormat: 21 × 27 cmgebunden
SonderausstellungPinakothek der Moderne | Kunst 26.11.2021 — 24.04.2022 Selbstbewusst und kraftvoll, zugleich verletzlich und fragil wirken die Werke der iranischen Künstlerin, Fotografin und Filmemacherin Shirin Neshat (*1957). Zentrale Themen ihres Schaffens sind Identität, Herkunft und Machtstrukturen. Die Verbindung und Erweiterung der reichen Tradition persischer und westlicher Bildsprachen prägen das Oeuvre der in den USA lebenden Künstlerin, deren Arbeiten im Zentrum der ersten Präsentation innerhalb der Kooperation mit der Written Art Collection stehen. Auch in ihrem jüngsten Werk, „Land of Dreams“ (2019), werden persische Kalligrafie und westliche Portraitkunst zusammengeführt, wobei sie erstmalig die Medien Fotografie und Video vereint. Die bedeutendste iranische Künstlerin der Gegenwart schafft in ihrem Werk durch die Verbindung von Schrift, gestischem Ausdruck und Formatvariation eine rhythmisch poetische Dichte, der jeweils ein eigenes Narrativ universeller menschlicher Erfahrungen eingeschrieben ist.
184 Seiten160 Farbabbildungen21,5 cm x 32 cmHardcoverin deutscher und englischer Sprache erhältlich
Die aktuelle Ausstellung in der Staatlichen Graphischen Sammlung München ist eine Rauminstallation des amerikanischen Künstlers Michael E. Smith (*1977 Detroit, Michigan, USA). Er selbst beschreibt seine Arbeit für das Haus mit den Worten: »I want to let the material world draw«, und fügt hinzu: »Most of the time, when I work in an exhibition space I am waiting for things that will show up.«
In diesem Sinne sollte es sich der Besucher leicht machen und Smiths Objekte für das nehmen, was sie sind – Gebrauchsgegenstände, die eine Metamorphose durchlaufen haben und den Betrachtern neue Sichtweisen auf vermeintlich Bekanntes einräumen. Es braucht einen Augenblick, bis sich die Dinge in ihrer neuen Natur zu erkennen geben. Sehen wir aber genauer hin, beginnen sie, von selbst zu erzählen. Michael E. Smiths Werke sind achtsam geflüsterte Botschaften zum Status Quo unserer Gegenwart. Der Künstler versteht sie als offene Angebote an den Betrachter ohne eindimensionale Antworten bereitzuhalten.
27.11.2025 - 12.04.2026
Über das Rotundenprojekt Zweifellos sind
die Skulpturen von Stefan Rinck keine Leichtgewichte. Und doch
erscheinen sie wie federleichte Phantasiespiele, in denen der Bildhauer
Facetten der High- und Low-Kultur mit Epochen der Kultur- und
Kunstgeschichte wagemutig verwirbelt. Ihre widersprüchliche Natur wirkt
bezwingend, da sie weniger als steinschwere Monumente denn mehr als
freigeistige Capriccios Eindruck machen. Es ist diese
Selbstverständlichkeit, die einnehmend auf uns wirkt. Allesamt sind es
künstlerische Parameter, die Stefan Rinck in seinem Werk verfolgt. Mit
Fingerspitzengefühl justiert er sie von Skulptur zu Skulptur fortwährend
neu aus. Vice versa stimulieren sie seine künstlerische
Auseinandersetzung mit der Welt.
Unter seinen Händen wachsen sich rohe Gesteinsbrocken zu unbekannten
sublimen Wesen aus. Schon bei der Vorauswahl der jeweiligen Steinart
denkt er die für das Material spezifischen Bearbeitungsmethoden mit, um
der allure der zukünftigen Skulptur gerecht zu werden. Mit der
Kennerschaft des Steinmetzes kann sich sein Blick sprunghaft vom eher
spröden, lehmfarbenen Elbsandstein hin zum harten und farbintensiven
blauen Macauba- oder grünen Atlantis-Quarzit wenden, um unvermutet einen
Block schneeweißen Statuario-Marmor, das Nonplusultra jedes klassischen
Bildhauers, für seine nächste folie ins Auge zu fassen. Die
Material-Melange seines Skulpturenparks beschwört ein phantastisches
Panoptikum flirrender Lebensgeister herauf, denen er Leben einhaucht.
Mit ihrem vielfach überdrehten Habitus erinnern sie an Picassos
extraterrestrische Gaukler der blauen und rosa Periode. Wie sie
bevölkern Rincks Statuen unsere Lebenswelt, ohne unsere Realität zu
teilen. Das macht sie für uns so anziehend. Unvermittelt werden wir
berührt von der Fremde ihres märchenhaften Habitats, das aus der Nähe,
aber mit sicherem Abstand betrachtet, unserer menschlichen Natur mit
ihren Sehnsüchten und Ängsten nicht unähnlich ist.
Damit zieht uns der
vielbelesene Künstler auch tief in die Kultur- und Kunstgeschichte
hinein, die sich in seinem Werk ablesen lässt, und teilt seinen
Wissensschatz mit uns. Beispielsweise ist seine Begeisterung für die
romanische und gotische Kathedralskulptur unübersehbar. Spaßhalber
könnte man meinen, dass er in seinen Skulpturen ihren Abwehrzauber für
die Gegenwart aktiviert. Vielfach sind es epochale Meilensteine, die er
zitiert und in eine neue, zeitgemäße Form transferiert, um nicht zuletzt
mit seinem Werk auf die Gegenwart zu reagieren.
Die aktuelle Publikation erscheint anlässlich von Stefan Rincks
Einzelausstellung in der Pinakothek der Moderne. Ab Ende 2025 realisiert
er das erste von drei Rotundenprojekten, die von der Staatlichen
Graphischen Sammlung München kuratiert werden. Der dazugehörige Katalog
versammelt zentrale Skulpturen, die der Künstler in den letzten zehn
Jahren geschaffen hat, und gibt einen Überblick über seine eigensinnige
künstlerische Entwicklung. Daneben dokumentiert er Rincks fulminantes
Crescendo von mehr als dreißig neu geschaffenen Skulpturen, die unter
dem Titel Der Alpen-Clan kehrt zurück in die Pinakothek Einzug
gehalten haben. Wie selbstverständlich beschwören sie ein bajuwarisches
Lebensgefühl herauf, in dem tradierte Kulturpraktiken wie Brauchtum und
Aberglauben, aber auch Heimatstolz und nicht zuletzt Festtagskultur neu
interpretiert werden. Rincks jüngst geschaffenes Panoptikum für die
Pinakothek der Moderne hinterfragt mit Humor in seiner ortspezifischen
Installation regional geprägte kulturelle
Praktiken, macht sie sich zu eigen und deutet sie um. Nicht ohne ein
Augenzwinkern stellt er – man erinnere sich an die hierarchische
Strukturen außer Kraft setzende mittelalterliche Festkultur, wie sie
beispielsweise noch rudimentär im bayerischen Fasching fortlebt – der
bestehenden Ordnung eine Alternative gegenüber. Hier zeigt sich seine
subtile künstlerische Strategie, mit der er komplexe Fragen eher zur
Diskussion stellt, als dass sein Werk eindimensionale Antworten
bereithält.
Katalog hrsg. von Michael Hering. München 2025/26. Beitr. von Max
Henry, Michael Hering, Benedikt Ledebur, Monika Rinck & Christiane
Voss.24,5 x 33,5 cm368 Seiten300 farbige AbbildungenLeinen gebunden - Text in dt.
& engl. Sprache
Die Written Art Collection ist künstlerischen Positionen gewidmet, die Sprache, Schrift und Bild verbinden.Ausgehend vom Informel der 1950er-Jahre und der gestischen Abstraktion stellen die über 100 präsentierten Werke die Kontinuität der Bedeutung geschriebener Kunst über Generationen und Kulturen hinweg vor: Künstler:innen erfinden fantasievolle Alphabete und Zeichensprachen, schreiben Gedichte, zitieren aus der Literatur, übersetzen Gedanken und Gespräche in gesprayte, grafische, gestische oder gestickte Botschaften.Der Katalog erscheint anlässlich der gleichnamigen Sonderausstellung und erkundet das Phänomen von Schrift und Bild mit Beiträgen über die Geschichte geschriebener Kunst, deren politisches Potenzial sowie gegenwärtigen Perspektiven auf Kalligrafie und Typografie.AUSSTELLUNG
Pinakothek der Moderne, München
11.12.2025 - 12.04.2026Herausgegeben von: Madeleine Freund, Oliver KaseTexte von: Huda Smitshuijzen AbiFarès, Madeleine Freund, Birgit Hopfener, Oliver Kase, Thomas KelleinGestaltet von: Büro BeckmannInstitution: Pinakothek der Moderne, München192 Seiten, 160 Fotos/Freirückenklappenbroschur
240mm x 288mmSprache: in deutscher und englischer Sprache verfügbar (Bitte bei Bestellung Sprachausgabe beachten)
Nach der Münchner Schau der Zeichnungen im Jahr 2003 präsentiert die Ausstellung nun mit ca. 150 Blättern das druckgraphische Oeuvre von Terry Winters (geb.1949 in New York), wobei ein Catalogue Raisonné den Bestand der vergangenen 15 Jahre dokumentiert. Winters hat neben seinem Rang als Maler auch als einer der bedeutendsten Meister der graphischen Künste seiner Generation zu gelten. In seiner Arbeit verbinden sich Ratio und Intellekt mit dem Intuitiv-Sinnlichen, wobei die graphischen Techniken in allen ihren experimentellen Facetten ausgelotet werden. Neuartige, virtuelle Welten des Computers verbinden sich auf bisher ungeahnte Weise mit Natur und Konstruktion.Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Pinakothek der Moderne München, 18.12.2014 - 01.03.2015GebundenLeinen160 Seiten mit 50 farb. Abbildungen und 30 s/w-AbbildungenMaße: 25 x 30,5cmin deutscher und englischer Sprache2014
Die Formensprache, die in Therese Hilberts Arbeiten zum Vorschein tritt, entwickelt sie aus dem klassischen Kanon der Grundformen. Diese Archaik vermittelt Ruhe und Kraft – nicht zu verwechseln mit Kühle und Distanz. Die Schnelllebigkeit unserer Zeit kommt zum Stillstand beim Betrachten ihrer Werke, sie laden ein zu einer sachten Kommunikation, die uns eine emotionale Tiefe erspüren lässt – die der Künstlerin und schließlich auch unsere eigene.
Man muss sich Zeit nehmen, um die ganze Zartheit, aber auch die unbändige Kraft zu spüren, die Hilberts Schmuck birgt. Das Thema Vulkan spielt auch deshalb seit Beginn der 1990er-Jahre eine entscheidende Rolle in ihrem Werk in Silber. Nach außen hin signalisiert dieser Ruhe, sogar Untätigkeit, zeigt niemanden sein Innerstes. Über Jahre, Jahrzehnte, ja über Jahrhunderte ist es still um ihn. Dann ein Brodeln. Risse zerreißen die Erdkruste. Rauch steigt auf. Am Ende eine gewaltige Eruption.
Die geborene Schweizerin Therese Hilbert zeigt in dieser Publikation und in der zugehörigen Ausstellung in der Neuen Sammlung in München ihr Lebenswerk in über 250 ausgewählten Schmuckobjekten.
Ausstellung: 12.3.–30.7.2023, Die Neue Sammlung – The Design Museum, München
Mit Beiträgen von Heike Endter, Warwick Freeman, Petra Hölscher, Otto Künzli, Ellen Maurer Zilioli sowie Pravu Mazumdar und einem Vorwort von Angelika Nollert360 Seiten, 19 × 25,7 cmDeutsch / Englisch
THONET & DESIGN
Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - The Design Museum
17.05.2019 ‐ 02.02.2020
Vom Einmannbetrieb zum globalen Unternehmen: 200 Jahre Möbeldesign werden anhand der Geschichte des Familienunternehmens Thonet reflektiert. Den Pionierleistungen der Frühzeit – neue Technologien, neue Gestaltungsmöglichkeiten, neue Vertriebs- und Marketingwege – stehen die Entwicklungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts gegenüber. Aus dem 1819 von dem Bopparder Tischlermeister Michael Thonet gegründeten Betrieb entstand im Lauf der Jahrzehnte einer der bedeutendsten Hersteller von Möbeln aus gebogenem Holz – das Modell Nr. 14 zählt bis heute zu den populärsten und in größter Stückzahl produzierten Sitzmöbeln. Ende der 1920er Jahre kam mit der Hinwendung zu den damals neuartigen Stahlrohrmöbeln die Verbindung zu den Bauhaus-Entwerfern. Da diese Stahlrohrmöbel ebenso wie die frühen Bugholzmöbel seit langem in die Dauerausstellung der Neuen Sammlung integriert sind, stehen nun im Mittelpunkt der aktuellen Präsentation die wegweisenden Entwürfe moderner Designer – von Eddie Harlis über Verner Panton bis hin zu Norman Foster, Stefan Diez, Konstantin Grcic und – jüngst – Sebastian Herkner. Für die Gestaltung der Ausstellung konnte der Münchner Designer Steffen Kehrle gewonnen werden, der in diesem Kontext auch ein Sitzmöbel für Die Neue Sammlung entwirft.
Softcover, 167 Seiten, farbige Abbildungen
Durch Mode und Kunst kann es gelingen für Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen eine gemeinsame Sprache zu finden - eine Form der Integration.TOGETTHERE_fACTory ist das Pilotprojekt des interkulturellen, langfristig angelegten Vermittlungsprogramm der Pinakotheken -YES WE´RE OPEN!Herausgegeben von Miro Cramer und Bernhart Schwenk für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München 2016 22 x 14 cmin deutscher Sprache
Pinakothek der Moderne | Architekturmuseum13.3.2025 — 14.9.20225
Bäume zählen nicht nur zu den größten, ältesten und komplexesten
Lebewesen der Erde, sie wachsen auch extrem langsam – oft brauchen sie
Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte, um ihre volle Größe zu erreichen.
Damit sprengen sie die Maßstäbe des menschlichen Lebens und ihre
Zeitlichkeit steht im Widerspruch zu einem sich ständig beschleunigenden
gesellschaftlichen, technologischen und ökologischen Wandel.
Gleichzeitig brauchen wir sie heute mehr denn je: lokal, um uns an die
neue Realität eines sich drastisch veränderten Klimas anzupassen, und
global, um den Klimawandel aufzuhalten und irgendwann vielleicht sogar
umzukehren.
„Trees, Time, Architecture!“ untersucht anhand historischer und
aktueller, internationaler Beispiele die Potenziale und Widersprüche,
die ein „Bauen auf Baum“ in Architektur und Landschaftsarchitektur mit
sich bringt. Die Ausstellung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der
Langsamkeit, mit der Bäume wachsen, und der Dringlichkeit, hier und
jetzt Antworten auf brennende ökologische und gesellschaftliche Fragen
zu finden. Bäume können in lebender wie auch in toter Form als
funktionaler Baustoff verstanden werden, der durch seine materiellen und
ästhetischen Qualitäten die gebaute Umwelt prägt. Dementsprechend
betrachtet die Ausstellung die Verwendung von Bäumen als lebende, sich
also ständig veränderte Organismen und gleichzeitig die Nutzung der
Materialien und spezifischen Strukturen, die Bäume durch ihre komplexen
Wachstumsprozesse hervorbringen. Dabei wird immer die gesamte Lebenszeit
berücksichtigt und in Beziehung zur Zeitlichkeit funktionaler
Anforderungen, gesellschaftlicher, architektonisch-städtebaulicher und
technologischer Entwicklungen gesetzt. Erstmalig adressiert damit ein
Ausstellungsprojekt den Themenkomplex „Baum, Zeit, Architektur!“ aus
einer ganzheitlichen, multidimensionalen Perspektive.
Paperback,
23 x 32 cm
128 Seiten, 80 farbige und 50 s/w-Abbildungenoffene Bindung
East Meets West
Der italienische Architekt und Designer Ettore Sottsass (1917-2007) – einer der großen, prägenden Gestalter im 20. Jahrhundert – begegnet in den 1990er Jahren dem Jahrhunderte alten japanischen Lackhandwerk Urushi kogei. In einem langjährigen Prozess des geistigen Austausches und der Formfindung gestaltete er – in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten führenden japanischen Meistern dieser höchst anspruchsvollen Technik – Gefäße und Objekte, die gleichermaßen westliche (Post-)Moderne und Fernen Osten, italienischen Esprit und japanische Raffinesse verkörpern.Der spannende Entwicklungsweg führte Sottsass und seinen japanischen Partner Marutomi vom Industriedesign zum handwerklichen Einzelstück, von industriell hergestellten Produkten im charakteristischen rot/schwarzen Urushi-Stil über Kleinserien mit natürlichem Urushi-Lack bis zu skulpturartigen Unikaten, die in Hunderten von Einzelschritten Schicht für Schicht aus Urushi auf Holz entstehen.Ergänzend zeigt die Ausstellung Beispiele von Urushi-Arbeiten nach Entwurf anderer westlicher Designer, wie etwa von Dieter Rams und Fritz Frenkler. Der Austausch gestalterischer Haltung und konzeptioneller Inspiration zwischen Ost und West, der sich hier, besonders aber bei den bisher in keinem Museum gezeigten spätesten Urushi-Objekten von Ettore Sottsass manifestiert, bedeutet Auseinandersetzung mit den Wurzeln von Gestaltung und Kulturtransfer im besten Sinn.
Kartoniert
Format: 35 x 22,5cm
viele farbige Abbildungen
in deutscher Sprache
2012
Den einst zu Schiff vom Festland Kommenden musste Venedig durch seine bauliche Situation inmitten der Lagune einer Fata Morgana oft ähnlicher erschienen sein als der Festigkeit von wirklich Gebautem. Seine Basis hat La Serenissima – die Allerdurchlauchtigste – im eigenen Spiegelbild, kaum in fester Erde. So war Venedig, das zuweilen schwerelos zu schweben und nur aus Farben und Mustern zu bestehen scheint, in künstlerischen Dingen ein Sonderweg vorbestimmt: Seit etwa 1500 wurden die Farbpalette venezianischer Maler immer toniger und glühender und ihre Bilder atmosphärischer, sodass sich die malerische Weltsicht im Licht oft wie verzaubert darstellt.
Zur selben Zeit entstanden in Venedig Meisterwerke der Zeichnung und Druckgraphik von unverwechselbarer Mentalität. In ihnen melden sich die Maler meist noch unmittelbarer zu Wort, als in den repräsentativen Gemälden, werden leisere Töne angeschlagen, die oft zarteren Melodien folgen, klingt nicht selten Privates voll menschlicher Wärme durch und kommt Melancholisch-Tiefsinniges zum Ausdruck, das sich in verschlüsselten Botschaften an eine humanistisch gebildete Klientel wendet: Grund genug, diesen Werken aus dem reichen Bestand der Staatlichen Graphischen Sammlung München in einer Ausstellung Reverenz zu erweisen.
Der Turm der blauen Pferde gilt als Hauptwerk des deutschen Expressionismus und als zentrales Werk des Blauen Reiters.Das Gemälde von Franz Marc wurde 1913 in Berlin in der Galerie Der Sturm zum ersten mal vorgestellt und direkt nach dem Krieg in Berlin zuletzt gesehen. Bis heute gilt das Bild als verschollen. Über den Verbleib des Gemäldes, mit dem der Künstler eine alarmierende Vorahnung des Ersten Weltkriegs formulierte, wird 80 Jahre nach seinem Verschwinden immer noch spekuliert.20 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler von internationalem Rang reflektieren die Geschichte Gemäldes mit den Mitteln der Malerei, der Zeichnung, der Bildhauerei, der Fotografie, Installation und Literatur aus heutiger Sicht.
VISUAL INVESTIGATIONSEröffnung: 9. Oktober 2024, 19 Uhr | Laufzeit: 10. Oktober 2024 – 9. Februar 2025
zwischen Aktivismus, Medien und Gesetz
Menschenrechtsverletzungen sind im öffentlichen Diskurs so präsent
wie nie zuvor. Das hängt nicht zuletzt mit der allgegenwärtigen
Verfügbarkeit von Bildquellen zusammen: Smartphones, Satelliten,
Überwachungs- und Polizeikameras produzieren gigantische Mengen an
Material, das gewalttätige und repressive Vorfälle sowie andauernde
Rechtsverstöße festhält. Nachrichtenredaktionen, Staatsanwaltschaften
und große Menschenrechtsorganisationen sind zunehmend mit der
Verarbeitung und Kontextualisierung solcher Datenströme herausgefordert,
sowohl im Rahmen aktueller Ereignisse als auch bei längerfristigen
Berichterstattungen und Rechtsverfahren. Um eine umfassende Darstellung
kontroverser Sachverhalte zu gewährleisten, hat sich die Visual
Investigation als neue Disziplin etabliert. Sie nutzt dazu eine Reihe
von Werkzeugen, um Video- und Bildinhalte mit Menschen, Orten und
Geschehnissen zu verknüpfen. Interdisziplinäre Teams bestehend aus
Architekt:innen, Filmemacher:innen, Informatiker:innen und weiteren
Expertisen arbeiten mit einer Vielzahl von Methoden und Werkzeugen, um
Verbrechen zeitlich und räumlich zu untersuchen: von Raumanalyse und
3D-Modellierung bis hin zum Einsatz künstlicher Intelligenz und
maschinellem Lernen. Ziel ist eine sachliche, transparente, wertfreie
und möglichst unabhängige Sichtbarmachung und Darstellung von Fakten und
Zusammenhängen. Vor dem Hintergrund umstrittener Ereignisse und
gezielter Fehlinformation in einer schnelllebigen (Medien-)Welt hat sich
auch die Visual Investigation als Disziplin rasant entwickelt – eine
Tatsache, die gleichermaßen Chancen und Herausforderungen bietet.
Das Architekturmuseum der TUM widmet sich mit der Ausstellung dem
noch jungen Tätigkeitsfeld der Visual Investigation und zeigt anhand von
sieben Fallbeispielen, welche Rolle die Architektur zwischen
Aktivismus, Medien und Gesetz einnimmt, um für Recht und
Verantwortlichkeit einzustehen. Gezeigt werden unter anderem
Untersuchungen zu Internierungslagern in der chinesischen Region
Xinjiang, Polizeigewalt in den USA, zur Tötung des kolumbianischen
Journalisten Abelardo Liz, Russlands Angriff auf das Theater in
Mariupol, Geofernerkundung und Landenteignungen im Westjordanland, zu
brutalen politischen Kampagnen während Mexikos „Schmutzigem Krieg“,
sowie zu den Folgen der Klimakatastrophe für pazifische Inselstaaten.Softcover160 Seitenca. 50 Abbildungen21cm x 13cmIn deutscher und englischer Ausführung
Textilien gestalten die menschliche Existenz, sie sind Wegbereiter des Industrial Designs, wichtige Impulsgeber für die Entwicklung der künstlerischen Moderne, sie spiegeln die gegenwärtigen Themen von Umwelt und Nachhaltigkeit und sind zukünftige Garanten für Innovationen im räumlichen Gestalten und in Bauarchitektur. Die Neue Sammlung verfügt über bedeutende Textilien und Stoffe ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Sie zeigen die Entwicklung der industriellen und der kunsthandwerklichen Textilproduktion, aber auch wie in diesem Bereich die Grenzen zwischen Kunst und Design aufbrechen. Denn die Verbindung von Material und Ästhetik kann besonders im Textilen erforscht werden.
Industrie – Manufaktur – Kunst – Design: Dies sind die miteinander verwobenen Elemente des Textilen, die in der Ausstellung thematisiert werden. Die Ausstellung zeigt einen pointierten Querschnitt aus der reichen Sammlung des Hauses und verknüpft sie mit gegenwärtigen Positionen aus Kunst und Design. Ein Blick in die Zukunft zeigt die Entwicklung neuartiger Stoffe, die unter den Gesichtspunkten von Social Design und Nachhaltigkeit in Bezug auf Ressourcen, Herstellungsprozesse und Recycling eine große Bedeutung haben. Aber auch das Weben in die dritte Dimension betont das visionäre Potential.
Gefördert von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne
Gebunden im SchuberHans Wichmann, mit Beiträgen von Stephan Eusemann, Ildikó Klein-Bednay, Jack Lenor Larsenin deutscher Sprachemit zahlreichen Abbildungen
Hohle Gänse-Eier, Naturschwämme, Verpackungen und Luftballone mit einem Smiley – Schuhsohlen, wissenschaftliche Messinstrumente und die Gallensteine seiner Mutter – das Repertoire der zum Schmuckobjekt erhobenen Dinge kennt keine Grenzen für den norwegischen Künstler Sigurd Bronger. Kunstvolle Aufhängungsmechanismen machen sie tragbar. In ihrer Akkuratesse erinnern die Mechaniken aus Messing und Gold an wissenschaftliche Instrumente und wie diese liegen Brongers Objekte passgenau in den extra dafür gefertigten Holzkästen. Er selbst spricht bei seinen Arbeiten nicht von Schmuck, auch nicht von Broschen, Finger- oder Halsschmuck, sondern er bezeichnet seine Arbeiten einfach als ‚Trage-Objekte‘.Die kunstvollen Tragevorrichtungen objektiveren dabei die Rezeption der Gegenstände, heben sie heraus aus ihrem Bedeutungsalltag, und ermöglichen uns eine ästhetische Betrachtung und mit ihr das Entdecken einer ganz unerwarteten Schönheit. Objekte sind existierende Erscheinungen der materiellen Welt, auf die sich unsere Wahrnehmung ausrichtet. Man will erkennen, was man sieht. Und genau da setzt Bronger an. Er verwendet Gegenstände für seine Schmuckobjekte, die wir sonst nicht in die Hand nehmen und schon gar nicht als schmückendes Element an die Kleidung heften würden. Hat man dann erkannt, worum es sich tatsächlich handelt, löst sich der erste Schreckmoment der Erkenntnis bei der Schuhsohle oder beim Kameldung, der der Hauptakteur einer Brosche sein darf, charmant in ein Augenzwinkern auf, das so charakteristisches ist für manche von Brongers Arbeiten. Dank seiner Neugier und seiner anderen Art Dinge zu betrachten, wird unsere eigene Dingwelt um ein Vielfaches größer – die Kugel aus der Computermaus wird zum Ring – der wertvolle Diamant in der medikamentösen Blisterverpackung zur Brosche, wobei eher die Wegwerfverpackung nachhaltig ins Auge sticht als der Edelstein.
Die Neue Sammlung fühlt sich geehrt, die erste Einzelausstellung Sigurd Brongers in einem Museum außerhalb Norwegens zeigen zu dürfen, dessen künstlerische Sprache nicht nur in Norwegen, sondern weltweit eine einzigartige ist. Mit freundlicher Unterstützung der Danner-Stiftung und der Königlich Norwegischen Botschaft Berlin
Gebundenin deutscher/englischer Spracheca. 247 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen2024
"House of Wonders" ist einer dreidimensionalen Utopie gewidmet, die futuristische Wohnkonzepte, Roboter und weitere unterstützende Technologien sowie neuartige gestalterische Ansätze miteinander verbindet. Alle sind sie so spielerisch wie unprätentiös in unsere analoge Welt integriert und fügen sich nahtlos in das Alltagsleben ein.
"House of Wonders" is devoted to a three-dimensional utopia, that portrays futuristic ideas of living, robots and other assistive technologies, as well as design-driven progress. All of these are playfully and unpretentiously integrated in our analogue world and without greater consideration incorporated into everyday life. The publication presents the work of Werner Aisslinger of the past ten years to the present.
Designed by Bureau Mirko Borsche in close cooperation with Werner Aisslinger.
Deutsch & Englisch
223 Seiten
Obdachlosigkeit – der Zustand, keine feste Wohnung zu haben – ist ein zunehmendes globales Problem, das auf lokaler Ebene diskutiert und gelöst werden muss und das angesichts der Corona-Pandemie zusehends zu einem gesellschaftlichen Anliegen wurde.
In vielen Ländern der Welt war der politische Diskurs der letzten Jahre durch die Haltung geprägt, dass Armut ein persönliches Verschulden ist und dass der Grund für Obdachlosigkeit darin liegt, dass sich die betroffenen Menschen nicht stark genug um eine Unterkunft und eine gesicherte Lebensgrundlage bemüht haben. Auch wenn Architektur das Problem der Wohnungslosigkeit nicht alleine lösen kann, stellt sich die Frage, wie und mit welchem Beitrag sie Einfluss nehmen kann. Oder, genauer gesagt: Wie kann Architektur in Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen dazu beitragen, Menschen ohne Obdach eine permanente Unterkunft zu verschaffen?
Mit Hilfe der Expertise von bundesweiten, regionalen und städtischen Behörden, Nichtregierungsorganisationen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und unterschiedlicher akademischer Disziplinen setzt sich Who’s Next? Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt das Ziel, diesen realen Umstand zu untersuchen und zu verstehen. Wissenschaftliche Aufsätze, Interviews und die Analyse von architektonischen Fallbeispielen sowie Recherchen über historische und aktuelle Entwicklungen in New York, San Francisco, Los Angeles, São Paulo, Moskau, Mumbai, Shanghai und Tokio liefern verschiedene Ansatzpunkte zum Verständnis von Obdachlosigkeit, und die damit einhergehenden vielfältigen Probleme. Dieses Buch ist ein vielschichtiger Ansatz, dieses Thema in so viele Teile wie nötig zu zerlegen, um die Besonderheiten und die Komplexität einer der dringendsten Krisen unserer Zeit in den Fokus zu rücken.
Hardcover, Fadengehefteter Pappband, dreiseitig beschnitten, mit EinlegerFormat: 23,5 x 30,5 cm155 Fotos, 57 Pläne und Karten272 Seiten und 16 Beilegerdeutsch und englische Ausgabe
Kinderbücher
faszinieren Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Durch ihre
eigenwilligen Erzählungen, aber vor allem durch ihre vielfältigen und
außergewöhnlichen Illustrationen sowie individuellen Stile sprechen sie
unterschiedlichste Menschen an.
Seit dem späten 19. Jahrhundert sind Kinderbücher eine beliebte
Ausdrucksform von Gestalter*innen, die hier ein Gebiet finden, in dem
sie sich frei kreativ entfalten können. Oftmals entwickeln sie Erzählung
und Gestaltung selbst oder illustrieren in enger Zusammenarbeit mit den
Autor*innen.
Die Ausstellung zeigt ca. 180 Kinderbücher aus über 25 Ländern
und spannt den Bogen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in unsere
Gegenwart. Sie schöpft aus dem reichen Bestand des Museums, das von
Beginn an internationale Kinderbücher gesammelt und in Ausstellungen
gezeigt hat.
In einem ersten Teil wird die Geschichte des Kinderbuchs
präsentiert, so dass nationale wie internationale Entwicklungen und
Stile in der Gestaltung erkennbar werden. Im zweiten Teil leiten vier
verschiedene Prinzipien und Merkmale durch die Ausstellung: die
Verwendung von Schriftzeichen oder Formen, die Einnahme spezifischer
Perspektive, der besondere Einsatz von Farbe und das Arbeiten mit der 3.
Dimension.
Die interaktive Ausstellungsarchitektur von Carina Deuschl
macht die Bücher in häuserförmigen Vitrinen für Menschen
unterschiedlicher Körpergröße erfahrbar. Lesepulte und Lesebänke bieten
Raum für das selbstständige Erkunden ausgewählter Bücher in voller
Länge.
Mehrere Kommentarebenen zeitgenössischer Gestalter*innen bereichern die Ausstellung:
Großformatige Wandzeichnungen, die Christoph Niemann eigens für
die Ausstellung entworfen hat, strukturieren den Raum. Sie greifen die
Idee der wilden Striche auf und zeigen in immer neuen und überraschenden
Variationen das Mit- und Gegeneinander von Fläche und Linie in
unterschiedlichster Weise. Gleichzeitig dienen sie als Leitsystem zu den
Themen der Ausstellung.
Sechs animierte Kurzfilme knüpfen an Gestaltungsansätze
ausgestellter Bücher an und führen diese in neuen, eigenständigen
Bilderzählungen weiter. Sie wurden von Studierenden der Münster School
of Design der Fachhochschule Münster, betreut von Prof. Henning Tietz,
speziell für die Ausstellung entwickelt.
Zur Ausstellung erscheint ein von Ariane Spanier gestalteter
Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König. Er gibt mit
über 400 Abbildungen einen Einblick, der über die ausgestellten Seiten
der Bücher hinausgeht und durch Texte internationaler Expert*innen auf
dem Gebiet der Kinderbuchforschung ergänzt wird.
Gefördert von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne
Eröffnung: 10.10.2024
Hardcover272 Seiten400 Abbildungen27,5cm x 22cmIn deutscher und englischer Sprache erhältlich
Zeichenkunst in München um 1700Johann Andreas Wolff, kurfürstlicher Hofmaler in München und fürstbischöflicher Maler in Freising, war seit etwa 1680 an zahlreichen sakralen und profanen Neu- und Umbauten in Süddeutschland und Österreich führend beteiligt, so etwa an der Modernisierung von Repräsentationsräumen der Münchner Residenz unter Kurfürst Max Emanuel. Auf das barocke Ausstattungswesen im gesamten nordalpinen Raum übte Wolff entscheidenden Einfluss aus. Seine qualitativ außergewöhnlichen Altarblätter dominieren noch heute in zahlreichen süddeutschen und österreichischen Kirchen und Klöstern. – Die Staatliche Graphische Sammlung München verwahrt mehr als die Hälfte seiner erhaltenen Zeichnungen, die anlässlich des 300. Todestages gezeigt werden. Erfahrbar wird Wolff als brillanter Zeichenkünstler, dem, manuell stets hochvirtuos, von der raschen Ideenskizze bis zum finalen Bravourstück alle Facetten der Zeichenkunst zu Gebote stehen.Eine Ausstellung der Staatlichen Graphischen Sammlung in der Pinakothek der Moderne von 05.05.2016 - 17.07.2016
Katalog zur Ausstellung in der Pinakothek der Moderne (13.11.2008-08.02.2009)Nach ihrer Aufsehen erregenden Installation von 1.111 Schalen in der Rotunde der Pinakothek der Moderne im Jahr 2006 wird die koreanische Töpferin Young-Jae Lee ein weiteres Mal Geschöpfe ihrer Hand, Produkte aus Ton ausstellen. Wiederum handelt es sich um die Variation einer einzigen Gestaltungsform, diesmal der einer Spindelvase. Mit ihr greift die Künstlerin, die seit dreißig Jahren in Deutschland lebt und arbeitet, zurück auf traditionelle Gefäße des alten Korea, bei denen zwei getrennt geformte Schalen wie mit dem Zusammenlegen geöffneter Handflächen miteinander verbunden werden und so eine spindelförmige Kontur, einen geschlossenen Hohlraum erzeugen. Mit dem Rückblick auf die Tradition verbindet Young-Jae Lee die Suche nach Harmonie in der Vereinigung zweier Schalen, die Annäherung an pure Schönheit in Farbe und Form. Unter ihren Händen gewinnt die Gestalt der einstigen Vorratsgefäße die Kraft einer Skulptur, die Individualität eines Meisterwerks. Herausgeber: Reinhold Baumstark63 Seiten, zahlreiche farbige AbbildungenFormat: 28 x 23 cmBroschiert
22,00 €
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