Ausstellungskataloge und Sammlungsführer der Pinakothek der Moderne sind hier zu finden. Die Pinakothek der Moderne vereint vier selbständige Museen unter einem Dach. Kunst, Grafik, Architektur und Design präsentieren eine außergewöhnliche Vielfalt und Fülle von Ausstellungen in einem der größten europäischen Sammlungshäuser.
EIN ERSTER UMFASSENDER ÜBERBLICK ZUM PHÄNOMEN GLITCH IN DER KUNST
Gesprungene Smartphone-Displays, verzerrte Bilder, bunte Pixelstrukturen: Als eine der jüngsten und unberechenbarsten Kunstformen lenkt die Glitch Art gezielt das Augenmerk auf die Ästhetik des Fehlerhaften. Zunächst in den 1950er-Jahren im Fachjargon von Radio- und Fernsehtechniker*innen verwendet, beschreibt der Ter- minus Glitch (frühneuhochdeutsch „glitschen“ – gleiten, gleiten lassen oder jiddisch „gletshn“ – rutschen, weggleiten) bald Programmier- oder Grafikfehler in Computerspielen – ein unerwartetes Ergebnis einer Fehlfunktion. Im Kunstkontext finden Störungen ihren unmittelbaren Ausdruck im Bereich computergenerierter Bilder, im Digitalen und in der Internetkunst. Die Wurzeln technischer Glitches reichen aber bis in die Frühzeit der Fotografiegeschichte zurück; als künstlerische Gegenbewegung zu anerkannten Ausdrucksformen entwickeln sie sich weiter über den Avantgardefilm und die Videokunst bis hin zu den digitalen Bildmedien, wo Bildstörungen bewusst provoziert oder gezielt programmiert werden.
Der Katalog Glitch. Die Kunst der Störung zeigt erstmals ausführlich das Potenzial von Glitches in Kunst, Medien und Gesellschaft mit einer historischen Herleitung.
Mit weiteren Werken u. a. von Maya Dunietz, Jake Elwes, JODI, Joan Jonas, Germaine Krull, Ryoichi Kurokawa, Mame-Diarra Niang, Carsten Nicolai, Kazuma Obara, Nam June Paik, Jiang Pengyi, Sondra Perry, Man Ray, Pipilotti Rist und Steina Vasulka sowie zahlreichen historischen Magazinen und Ratgebern zur Vermeidung von Fotofehlern als Gegenerzählung. In Essays und freieren Textformen geben Franziska Barth und Markus Rautzenberg, Katrin Bauer, Nick Briz, Doris Gassert, Ute Holl, Justyna Janik, Franziska Kunze, Rosa Menkman, Mame-Diarra Niang und Agnieszka Roguski einen erweiterten Einblick in den aktuellen Forschungsstand zum globalen Phänomen der Glitch Art.
Hardcover mit HalbleinenFormat: 22,5 x 27cmSprache: deutsch/englisch292 Seiten mit 191 Farb- und s/w-Abbildungen
GRANDE DECORAZIONE. ITALIENISCHE MONUMENTALMALEREI IN DER DRUCKGRAPHIK
Pinakothek der Moderne
Staatliche Graphische Sammlung München
13.10.2018 - 06.01.2019
Die italienische Kunst erreichte in der Monumentalmalerei einen ihrer Höhepunkte. Michelangelos „Sixtinische Decke“, das „Jüngste Gericht“, Fresken Raffaels, Pietro da Cortonas und Tiepolos zählen zu den einprägsamsten Werken menschlicher Erfindungskraft. Am Beginn dieses Erfolgs steht Andrea Mantegna. Für eines seiner Hauptwerke, den „Triumphzug Cäsars“, der aus zehn großformatigen ursprünglich an eine Wand montierten Tafeln bestand, präsentierte er um 1500 als Novum auch eine Fassung im Kupferstich (Abb.). Seit dieser Zeit finden sich in der Druckgraphik unterschiedlichste Wand- und Deckenbilder widergespiegelt. Aus Kunst entstand neue Kunst unter der Voraussetzung, Komplexes und Großes ins leicht Lesbare und Handliche der Graphik zu überführen. Die Blätter konnten allerorts bewundert werden und prägten die Vorstellung von den Urbildern nachhaltiger als diese selbst. Die Ausstellung überrascht mit rund 120 Werken, die in Größe und Form ungewöhnlich markant, attraktiv und künstlerisch ausgereift sind.
Der hochwertige Bildband zeigt erstmals das gesamte druckgrafische Oeuvre Philip Gustons. In 59 exzellent reproduzierten Arbeiten begegnet der Betrachter dem – neben Jackson Pollock und Willem de Kooning – einflussreichsten amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts.Als Philip Guston sich zu Beginn der Sechzigerjahre dem Medium der Lithografie zuwandte, galt er als einer der maßgeblichen Protagonisten des Abstrakten Expressionismus in Amerika. Schon zu dieser Zeit kündigte sich in seinem Werk jener Wandel an, der zu den späteren gegenstandsbezogenen Arbeiten führen sollte, die im letzten Jahrzehnt seines Schaffens dominierten. In der eindrucksvollen Reihe der kurz vor seinem Tod 1980 geschaffenen Schwarz-Weiß-Lithografien zeigt sich das vollständige Repertoire der wieder bildmächtig gewordenen Gegenstände wie in einer Art visuellen Autobiografie: die einfachen Dinge des Alltags, die Uhren, die Schuhe und Bücher, die Zigaretten und Aschenbecher und gelegentlich seine geliebten Sandwiches und Kirschen. All diese Dinge aus der Welt des Privaten und Intimen erwecken Gustons ironisches Auge und seine bedächtige Hand im weichen Duktus der Lithokreide zu einzigartigem Leben.Gebunden136 Seiten in Duplex und Farbein deutscher Sprache2015
Spätestens seit seinem vielbeachteten Auftritt auf der ersten Documenta in Kassel 1955 galt Fritz Winter als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der abstrakten Malerei und als Aushängeschild der Nachkriegsmoderne in der BRD. Seine informelle, zunehmend grafisch geprägte Malerei der 1950er Jahre wird ab 1960 durch neue Impulse noch einmal entscheidend verwandelt.
Das Thema Farbe tritt in den Vordergrund, der malerische Duktus wird freier und experimenteller. Fritz Winter knüpfte damit an seine Bildraumkonzepte der 1930er Jahren an – an Naturformen und Bilder innerer Landschaften. Es ist ein neuer Ansatz im Werk des ehemaligen Bauhausschülers, das „Innere der Natur“ zu erkunden und zugleich eine Rückbesinnung auf seine Lehrer Wassily Kandinsky und Paul Klee.
Die Ausstellung präsentiert diesen bisher wenig bekannten Aspekt des Werkes von Fritz Winter, vereinigt die bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angesiedelte Fritz-Winter-Stiftung doch den größten Teil von Winters Œuvre der 1960er Jahre.
Herausgeber: Bayerische Staatsgemäldesammlungen | Fritz-Winter-Stiftung
Ausstellung und Katalog: Cathrin Klingsöhr-Leroy. Ausst.-Kat. Pinakothek der Moderne München, 14.2.2008−12.5.2008
Köln 2008, 111 S.
Katalog zur Ausstellung der Staatlichen Graphischen Sammlung in der Pinakothek der Moderne (16.07.-27.09.2009)
Dies ist die erste Monografie über den höchst außergewöhnlichen Künstler Hermann Obrist (1862–1927). In München begründete der gebürtige Schweizer in den 1890er-Jahren die deutsche Variante der Jugendstilbewegung, die anspruchsvolles Handwerk der angewandten mit den ästhetischen Ansprüchen der freien, bildenden Kunst verschmolz. Erstmals werden nun die Nachlassteile in München und Zürich zusammengeführt und damit das Gesamtwerk des Zeichners, Bildhauers, Textilkünstlers und Theoretikers greifbar. Mit seinen Brunnen und Grabmälern war Obrist an der Erfindung der abstrakten Skulptur als künstlerischer Gattung beteiligt. In der Verknüpfung von Bild und wissenschaftlichen Essays zeigt das Buch zudem die Aktualität seines Werks für Kunst, Kunstgewerbe und Wissenschaft unserer Tage. Auch in seiner Auseinandersetzung mit der Fotografie ging Obrist über den traditionellen Begriff des Bildhauers hinaus und erschloss paradigmatisch neue Wege für die Kunst des 20. Jahrhunderts.
Herausgeber: Museum Bellerive, Zürich/Staatlichen Graphischen Sammlung, München
247 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen
Format: 26,5 x 20 cm
Sprache: Deutsch/englisch
Gebunden
Mit der Ausstellung „Ingo Maurer intim. Design or what?“ präsentiert Die Neue Sammlung – The Design Museum das Werk des vielfach ausgezeichneten und international renommierten Lichtgestalters Ingo Maurer und führt in seine faszinierende Welt des Lichts und Schattens ein. In enger Zusammenarbeit mit Ingo Maurer und seinem Team entstand eine Überblicksschau von frühen Entwürfen bis hin zu aktuellen Leuchten anhand von mehr als 80 Objekten sowie Modellen und Fotografien. Wir sind sehr traurig, dass Ingo Maurer kurz vor der Ausstellungseröffnung verstorben ist.
Ingo Maurer (1932 Insel Reichenau, Bodensee – 2019 München) widmete sich seit 1966 fast ausschließlich dem Licht und gestaltete mit der Leuchte „Bulb“ sein erstes bekanntes Statement in Form einer ikonenhaften Glühbirne. Seither entwickelte er mit seinem Team in seiner Münchener Firma komplexe, raffinierte und aufwendige Lichtobjekte und Beleuchtungskonzepte für private und öffentliche Räume sowie spektakuläre Unikate. Seinen internationalen Durchbruch hatte Maurer 1984 mit dem neuartigen Lichtsystem „YaYaHo“, eines der ersten Niedervolt-Seilsysteme für Halogenreflektoren. Bekannt sind bis heute viele seiner Leuchten, unter anderem „Zettel’z“ von 1997, die der Nutzer selbst mitgestalten kann. Seine „EL.E.DEE“ aus dem Jahre 2001 gilt als erste LED-Tischlampe. 2008 konzipierten er und das Unternehmen Osram mit „Early Future“ die weltweit erste serienreife OLED-Leuchte.
„Ingo Maurer intim“ spricht die Sicht von Ingo Maurer auf seine Arbeit an. Er entwickelte in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeiter*innen „im Team“ jeden Schritt von der Skizze zum Produkt bis zum Verkauf. „Design or what?“ öffnet ein Spannungsfeld zwischen Design, Kunst und Architektur. Denn bei Maurers Objekten stellt sich vielfach die Frage, wie – wenn überhaupt – sie sich stilistisch kategorisieren lassen. Das bot Maurer eine große Freiheit, da keine Disziplin eine Erwartungshaltung an ihn hatte.
280 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen
JABLONEC ’68 1. INTERNATIONALES SILBERSCHMUCK-SYMPOSIUM
Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - The Design Museum
10.03.2018 - 03.06.2018
Im Jahr 2018 jährt sich zum 50. Mal der Jahrestag des 1. Internationalen Silberschmuck-Symposiums Jablonec ’68. Die Neue Sammlung widmet diesem einzigartigen historischen Moment in der Geschichte des Autorenschmucks eine Ausstellung aus Anlass seines 50-jährigen Jubiläums, in der die damals entstandenen Schmuckarbeiten erstmals wieder zu sehen sind. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt Jablonec nad Nisou mit seiner Nähe zu den böhmischen Glaszentren Liberec und Železný Brod als Mekka der Schmuckindustrie. Glasperlen und -schmuck wurden bis nach Afrika exportiert und Industrieausstellungen fanden statt. Ende der 1960er-Jahre traf die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation auch die tschechoslowakische Schmuckindustrie. Das Schmucksymposium sollte mit Hilfe einer modernen Formsprache und dem internationalen Austausch einen Ausweg aus diesem Dilemma schaffen und an die Erfolge des tschechoslowakischen Schmucks auf den Weltausstellungen in Brüssel 1958 und Montreal 1967 anschließen.
"Curvatureromance" ist die erste Museumsausstellung der in den letzten drei Jahren entstandenen Skulpturen des Amerikaners John Chamberlain. In einer Werkstatt in Belgien fand der 1927 geborene Bildhauer hervorragende Arbeitsbedingungen vor. Sie erlaubten ihm, die Ausdruckskraft seiner großformatigen Metallskulpturen weiter zu perfektionieren, ihre Dimensionen, ihre Dichte und Präsenz noch weiter zu steigern und - während jeweils relativ kurzer Aufenthalte - zu einer fast beispiellosen Produktivität zu finden. Hier vermochte Chamberlain dem widerspenstigen Arbeitsmaterial mit selbstverständlich wirkender Leichtigkeit eine suggestive Lebendigkeit einzuverleiben. "Curvertureromance" , dieser von Chamberlain stammende Ausstellungstitel, lässt pulsierende Körper assoziieren. Die Skulpturen sind charismatische Tänzer geworden: erotisch, stark, furchtlos, sehr komisch - ungeheuerlich und altersweise.
Katalog zur Ausstellung in der Pinakothek der Moderne, München: 08. Juli - 23. Oktober 2011
31 Seiten mit zahlreichen farb. Abbildungen
Format: 37cm lang, 28cm breit
Sprache: deutsch/englisch
2011
Geheftet
Die Publikation dokumentiert erstmals eine Fülle zum Teil völlig unbekannter farbiger Arbeiten auf Papier von Josef Albers (1888–1976). Der in Bottrop geborene Künstler hatte sich erst nach seiner Emigration in die USA als bedeutender Maler und einflussreicher Lehrer entfalten können. Durch Mexikos präkolumbische Architektur, Skulptur und Textilkunst ließ sich Albers seit etwa 1940 inspirieren, was zu einer Befreiung seines ästhetischen Empfindens und zu eigenwilligen, strahlenden Farbklängen führte, wie sie die europäische Malerei der Moderne so noch nicht kannte. Im Quadrat fand Albers dann um 1950 die in seinen Augen ideale formale Gestalt der Farbe. Der Künstler war in seiner Arbeit mit ganzer Entschiedenheit Maler und zugleich ein Philosoph der Farbe. Jedes der hier dokumentierten Blätter macht die sinnliche Faszination durch die Phänomenalität der Farbe nachvollziehbar.
Ausstellungen: Staatliche Graphische Sammlung München 16.12.2010–6.3.2011
132 Abbildungen davon 114 farbige192 Seiten, Format: 24,50 x 31,50 cmdeutsche und englische Ausgabe erhältlich2010
Gebunden mit Schutzumschlag
Katalog zur Ausstellung der Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne (20.01.-23.04.2006)Die »Suite Schwurhand« von Joseph Beuys, eine noch nie öffentlich vorgestellte Folge von 20 Zeichnungen, steht im Mittelpunkt dieser Werkpräsentation, die den Auftakt der Ausstellungssaison in der Pinakothek der Moderne setzt. Die Blätter umspannen die Schaffensperiode zwischen 1950 und 1970 und werfen exemplarische Schlaglichter auf grundlegende Aspekte seines Werkes. Jede Zeichnung der Suite führt zu Hauptquellen der Reflexionen und Tätigkeit des Künstlers - und ergänzt mit ihrer Aussage und Wirkung zugleich jene der anderen Werke. Der übergreifende Titel "Schwurhand" bekräftigt nachdrücklich die hohe Bedeutung, die Joseph Beuys diesen in sich dialogisch vernetzten Werken beimaß. Zudem vervielfältigte der Künstler diese von ihm selbst getroffene Auswahl zehn Jahre nach der Entstehung des jüngsten Blattes als Mappe mit einer Auflage von 75 Exemplaren. Er machte sie damit – etwa auch in Ausstellungen - einem breiten Publikum zugänglich. Die Originale verblieben in seinem privaten Besitz. Herausgeber: Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Texte von Bernd Klüser77 Seiten, zahlreiche farbige AbbildungenFormat: 28 x 22 cmBroschiert
Das kleine ABC des gemeinsamen Bauens und WohnensVon A wie Architekt bis Z wie Zeitbedarf stellt dieses Buch alle wichtigen Begriffe zum gemeinsamen Planen und Wohnen kurz und prägnant vor. Die Begriffe begleiten die Konkretisierung der Ideen, die Konzeptfindung und die Planungsprozesse von Wohnprojekten und bilden ihre innere Struktur ab. Sie sind Teil der Kommunikation zwischen Bewohnern, Bauherr und Architekt und beschreiben den Weg bis hin zum Wohnen in der Gemeinschaft.Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung im Architekturmuseum der Pinakothek der Moderne vom 17. März 2016 bis zum 12. Juni 2016broschiertFormat: 19 x 12,5 cmin deutscher und englischer Sprache
Gerhard Richter traf 1970 in München auf Brigid Berlin alias Brigid Polk, Andy Warhols legendäre Muse und Enfant terrible der New Yorker High Society. Aus dieser Begegnung heraus entstand Richters bedeutende Serie »Brigid Polk« nach Polaroid- Selbstbildnissen der exzentrischen Künstlerin – ein Dialog zwischen Amerika und Europa, Fotografie und Malerei, Künstler und Muse.Die Serie über Brigid Polk gehört zu den wichtigen Zeugnissen von Gerhard Richters Fotomalerei. Sie ist beispielhaft für sein Ringen um ein neues Selbstverständnis der Malerei in Auseinandersetzung mit der Fotografie. Der Band würdigt dieses vielschichtige Werk erstmals umfassend und spürt seiner Entstehungsgeschichte im Umfeld des bedeutenden Münchner Galeristen Heiner Friedrich nach. Nicht zuletzt die persönlichen Erinnerungen von Zeitzeugen laden zu einer lebendigen Zeitreise in die avantgardistische Kunstszene der 1970er-Jahre ein.Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Pinakothek der Moderne München, 14.05.2015 –27.09.2015
SonderausstellungKönnt Ihr Noch? Kunst und DemokratieKönigsklasseSchloss Herrenchiemsee10.05.2025 — 12.10.2025
In der Sommerausstellung der Sammlung Moderne Kunst auf
Schloss Herrenchiemsee werden über 50 Arbeiten von internationalen
Künstler:innen präsentiert, die in ihren Werken demokratische Grundwerte
wie Freiheit, Gleichheit, Selbstentfaltung und die Würde des Menschen
verhandeln. Mit Hauptwerken der Pinakothek der Moderne von Pablo
Picasso, Max Beckmann, Francis Bacon, Joseph Beuys bis hin zu Gerhard
Richter und Rosemarie Trockel, erweitert um Raumpräsentationen von
Sheila Hicks und Thomas Schütte. In den unvollendeten Rohbauräumen im
Nordflügel veranstalten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen seit
2013 die Ausstellungsreihe Königsklasse. Der spannungsvolle Dialog von
Kunstwerken und Architektur schafft einen einzigartigen Rahmen für das
Ausstellungsthema. „Könnt ihr noch?“ Der
Titel der Ausstellung zitiert die Tech-Rap-Formation Deichkind. Ihr
Song gleichen Titels beschreibt in Sprachbildern unsere beschleunigte
Gesellschaft. Es ist ein gemeinschaftliches, verbindendes „ihr“, bei dem
es um eine der drängendsten Fragen unserer Gesellschaft geht: unser
Verhältnis zur Demokratie. Wie motiviert sind wir noch, sie weiter zu
verteidigen? Wie erschöpft sind wir als demokratische Gesellschaft?
Angesichts der permanenten Bedrohungen und Unterhöhlungen der
Demokratien durch Populismus und Extremismus, durch Terror und Krieg
besteht Einigkeit darin, dass wir für die Demokratie etwas tun müssen.
Die einstmals hart erkämpften Werte, ein selbstbestimmtes, freies Leben
in dieser Staatsform zu führen, sind oft vage und schwer zu fassen oder
allzu selbstverständlich geworden. Unter diesen Vorzeichen
werden 50 Hauptwerke der Sammlung Moderne Kunst in zehn thematischen
Sektionen präsentiert, ergänzt um einige Leihgaben, die eine Annäherung
an die Werte der Demokratie ermöglichen. Die Ausstellung nimmt damit
Bezug auf den Verfassungskonvent, der im August 1948 auf Herrenchiemsee
stattfand und die Grundlage für die deutsche Verfassung schuf. Im Alten
Schloss ist ihm dauerhaft die Ausstellung „Der Wille zu Freiheit und
Demokratie“ gewidmet. Künstler:innen (Auswahl): Francis
Bacon, John Baldessari, Max Beckmann, Joseph Beuys, Lisa Brice,
Deichkind, Günther Förg, Sheila Hicks, K. H. Hödicke, Jörg Immendorff,
Asger Jorn, Anselm Kiefer, Ernst Ludwig Kirchner, Maria Lassnig, Henri
Laurens, Inge Mahn, Henry Moore, A.R. Penck, Pablo Picasso, Judit Reigl,
Gerhard Richter, Thomas Schütte, Rosemarie Trockel, Andy Warhol u.a. Kuratiert von Verena Hein und Oliver Kase
Angelika Nollert beginnt ihre neue Aufgabe grandios und radikal: Auf den ersten 60 Seiten zeigt sie in 27 perfekten Werkphotos Pappmodelle und Prototypen des "chair_ONE", dem inzwischen berühmten Stuhl aus Aluminium -Druckguß. Kapitel 2 zeigt den TT-Pavillon und "Mobile Strukturen": scheinbar marginale Photos der Produkte und Erfindungen.Der international renommierte und in München ansässige Designer Konstantin Grcic (*1965 München) bildet den Auftakt für ein neues Format der Neuen Sammlung: Für den architektonisch besonderen Paternoster-Raum werden ab 2015 in jährlicher Folge Persönlichkeiten des Designs für eine charakteristische und ortsspezifische Präsentation eingeladen. Grcic zeigt hier neben aktuellen Arbeiten auch Modelle und Prototypen, die einen Einblick in sein gestalterisches Denken sowie in den Designprozess ermöglichen.Format: 23 x 29,5 cm.122 Seiten mit farb. ganzseit. AbbildungenbroschiertText in dt. & engl. Sprache.Ausstellung in der Pinakothek der Moderne 12.11.2015 - 18.09.2016
Königsschlösser im Kontext der Epoche
Ludwig II. von Bayern (1864–1886) ist durch seine Königsschlösser international so bekannt wie kaum ein anderer Regent des 19. Jahrhunderts. Sie sind das Symbol einer persönlichen Architekturvision, die bis heute ein Publikum aus aller Welt fasziniert. Der Ruhm seiner Schlösser hat den Blick auf die andere Bautätigkeit im Königreich Bayern jedoch überstrahlt: Städtebau, Krankenhäuser, Schulbauten, Theater und Museen, aber auch Fabriken, Bahnhöfe, Mietshäuser, Kirchen und Synagogen entstanden unter seiner Regentschaft.Das Buch beleuchtet erstmals das breite Architekturgeschehen dieser Epoche. Essays und Überblicksdarstellungen zu den Bauaufgaben der damaligen Zeit geben Einblicke in die Vielfalt der Baukultur und rücken die Königsschlösser zugleich in eine neue Perspektive.
Buch zur Ausstellung des Architekturmuseums München in der Pinakothek der Moderne vom 26. September 2018 bis 13. Januar 2019Neue Forschungsergebnisse zu Biographie und Bautätigkeit Ludwigs II. Einblicke in die Vielfalt der damaligen Baukultur
Autor*innen: Andres Lepik, Prof. für Architekturgeschichte, Direktor, Architekturmuseum TU München; Katrin Bäumler, Architekturmuseum TU München.
Copyrightjahr: 2018Seiten: 320Sprache: deutsch24.5 × 28.5 cm240 Farbige Abbildungen
Publikation über die amerikanische Künstlerin Mary Miss (*1944, New York City) deren interdisziplinäres Werk, das sich von minimalistischen Setzungen bis hin zu ortsspezifischen Installationen erstreckt, in der Pinakothek der Moderne zu sehen ist. Einer ihrer frühen Arbeiten – Knots, 1969/2020 wurde durch die International Patrons of the Pinakothek für die Sammlung Moderne Kunst erworben. Erstmalig kauft ein europäisches Museum damit ein Werk von Mary Miss an, das ab Anfang Juli 2023 im Rahmen der Sammlungsausstellung MIX & MATCH in Saal 34 der Pinakothek der Moderne zu sehen ist.
Kurator: Dr. Oliver KaseAsssistenzkuratorin: Tatjana Schäferca. 30 Seitendeutsch/englischSoftcover, FadenbindungFormat: 25,5cm x 19cm
Max Beckmann ist einer der faszinierendsten Maler der Moderne, der wie kaum ein anderer in seinen zahlreichen Werken und nicht zuletzt durch seine umfangreiche Korrespondenz und Tagebücher die gesellschaftlichen Umbrüche seiner Zeit spiegelte. Der Beobachter, der Gentleman, der Einzelgänger, der reflektierende Zeitzeuge, der Sinnsucher und selbstkritische Zweifler: Besonders in seinen ausdrucksstarken Selbstporträts glaubt man, Beckmanns facettenreichem Wesen ein Stück näher zu kommen und dadurch sein gesamtes metaphernreiches Werk besser verstehen zu können. Sein künstlerischer Werdegang sowie die wichtigsten biografischen Stationen, von den Jahren in Berlin und Frankfurt über das Exil in Amsterdam und Amerika, werden in diesem Band von einer der renommiertesten BeckmannSpezialistinnen, Dr. Christiane Zeiller, nachgezeichnet.
Aus dem einzigartigen Max Beckmann Archiv mit seinen umfangreichen Nachlässen, das die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München beheimaten, wird in der Publikation bislang nicht veröffentlichtes Material gezeigt – private Fotos ebenso wie Gegenstände aus dem Besitz des Malers.
Christiane ZeillerMit einem Essay von Bernhard Maaz80 Seiten, 46 Farb- und 15 SW-Abbildungen 14 x 20,5 cm, gebunden
Das siebte Heft des Max Beckmann Archivs vereint drei Aufsätze, von denen die zwei aus Vorträgen hervorgegangen sind, die Manfred Osten und Ralph Häfner am 20. Februar beziehungsweise am 24. April 2002 vor dem Freundeskreis Max Beckmann Archiv gehalten haben.
Ralph Hänfer schlägt eine neue Deutung des letzten vollendeten Triptychons vor und setzt dieses Bild in vielfältige Bezüge zu anderen Werken von Max Beckmann wie auch zu dessen Leben. Manfred Osten widmet sich einer der wichtigsten Zeichnungen zu Faust II, die ihm beispielhaft ist für Beckmanns tiefes Verständnis von Goethes Text, zugleich für die Modernität von Dichter und bildendem Künstler. In dem Beitrag über Max Beckmann und Georges Grosz geht es um grundsätzlichen Unterschied zwischen beiden.
Hefte des Beckmann-Archivs
Band 7
Herausgeber: Christian Lenz
70 Seiten mit Abbildungen
Format: 29,5 x 22,5 cm
in deutscher Sprache
Broschiert
2003
Die Stiftung Kames
Max Beckmann - Beiträge 2012
Dies ist der 13. Band der Hefte des Max Beckmann Archivs.
Ein Aufsatz zu Naila und 5 Rezensionen zu Ausstellungen und Katalogen bilden den ersten Teil des Buches. Im zweiten Teil werden neu aufgetauchte Werke bekannt gemacht und über die Tätigkeit der Max Beckmann Gesellschaft berichtet.
Hefte des Beckmann Archivs
Band 13
Herausgeber: Christian Lenz
124 Seiten
zahlrr. farbige Abb.
Format: 29,5 x 22,5 cm
in deutscher Sprache
2012
Aufbruch ins Ungewisse
Reisen ist eine Grunderfahrung menschlicher Existenz. Dies gilt in einem symbolischen, für den Maler Max Beckmann aber auch in einem sehr persönlichen Sinn. In den 1920er-Jahren bereiste er regelmäßig die noblen Kurorte und Palasthotels an den holländischen, italienischen und französischen Küsten. Seine Diffamierung als "entarteter" Künstler durch das NS-Regime zwang ihn zum Rückzug, zunächst von Frankfurt nach Berlin und danach ins Exil nach Amsterdam. Die Emigration in die Vereinigten Staaten bildete den letzten Höhepunkt in Beckmanns lebenslangem Abenteuer der Reise.
Max Beckmann. DEPARTURE versammelt eine herausragende Auswahl an Kunstwerken und bringt diese in Dialog mit bisher nicht gezeigten Objekten und Materialien des Max Beckmann Archivs. Gezeigt wird Beckmann im Bezug zu Film und Literatur als Produzent von Traum- und Sehnsuchtsbildern, in denen Fragen von Identität und Heimat anklingen.
MAX BECKMANN (1884–1950) zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Der Aufstieg des Stars der Berliner Sezession, gebremst durch den Ersten Weltkrieg und eine persönliche Krise, setzte sich in den 1920er-Jahren fort. 1933 jedoch verlor er unter den Nationalsozialisten seine Professur in Frankfurt. 1937 ging er ins Exil nach Amsterdam und emigrierte von dort 1947 in die Vereinigten Staaten, wo er in St. Louis und New York lehrte und zum erfolgreichsten lebenden deutschen Künstler in den USA wurde.
AUSSTELLUNG Pinakothek der Moderne, München 25.11.2022–12.3.2023
Hrsg. Oliver Kase, Sarah Louisa Henn, Christiane Zeiller; Text(e) von James Arthur, Ulrike Draesner, Francoise Forster-Hahn, Maike Grün, Sarah Louisa Henn, Florian Illies, Dzevad Karahasan, Oliver Kase, Sibylle Lewitscharoff, Paul Nizon, Nina Peter, Eva Reich, Uljana Wolf, Christiane Zeiller, Hanns Zischler
Sprache: Deutsch oder Englisch2022393 Seiten250 AbbildungenFreirückenklappenbroschurFormat: 24,00 x 31,00 cm
Die Pinakothek der Moderne besitzt gemeinsam mit dem Saint Louis Art Museum, USA, die weltweit größte, in ihrem Rang einzigartige Max-Beckmann-Sammlung. Sie vermittelt einen eindrucksvollen Überblick über das gesamte Schaffen dieses bedeutendsten deutschen Malers des 20. Jahrhunderts. Unter den 37 Gemälden und zwei Plastiken befinden sich epochale Bilder wie Vor dem Maskenball (1922), Stillleben mit Fernrohr (1927), Fastnacht Paris (1930) und Selbstbildnis in Schwarz (1944). Das Hauptwerk der Sammlung, die Versuchung (1937), zeigt die Summe der vielschichtigen Weltanschauung des Künstlers und die sinnliche Intensität seines malerischen Stils. Im vorliegenden Band werden die Bedeutung dieser herausragenden Sammlung sowie ihre Geschichte beschrieben und erstmals alle Werke in ausführlichen Kommentaren gewürdigt. Entstehungsgeschichte und Provenienzen konnten anhand neuer Quellen und naturwissenschaftlicher Analysen präzisiert werden, profunde maltechnische Untersuchungen runden diese Ergebnisse ab.Herausgeber: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München447 Seiten, zahlreiche farbige AbbildungenFormat: 27 x 25 cmGebunden
128,00 €
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